Island: Mehr als nur eine Bucket-List
Island ist so ein Land, bei dem Reiseplanung ziemlich schnell eskalieren kann.
Ein Wasserfall hier. Noch ein Vulkan dort. Heiße Quellen, schwarze Strände, Gletscher, Reykjavík, irgendeine Straße, die auf Fotos aussieht, als würde sie direkt ans Ende der Welt führen. Und plötzlich sind aus „wir schauen mal, was wir machen“ ungefähr 47 gespeicherte Orte geworden.
Der TOP10 Reiseführer Island von DK macht genau an dieser Stelle etwas ziemlich Angenehmes: Er sortiert. Statt einem möglichst alles über Island erzählen zu wollen, arbeitet sich das Buch mit Top-10-Listen durch Highlights, Themen und die unterschiedlichen Regionen des Landes.
Natürlich sind die großen Namen dabei: Þingvellir, die Blaue Lagune, Gullfoss, Mývatn, Jökulsárlón oder Landmannalaugar. Aber eben nicht nur. Es geht auch um Wasserfälle und Vulkane, Quellen, Wanderwege, Restaurants, Cafés, Museen und all die Dinge dazwischen, die irgendwann mindestens genauso wichtig werden wie die Sehenswürdigkeiten, wegen denen man ursprünglich gekommen ist.
Was ich daran sehr schätze: Man muss diesen Reiseführer nicht von vorne bis hinten durcharbeiten. Man kann irgendwo aufschlagen, kurz hängen bleiben, wieder zurückspringen und sich nach und nach die eigene Reise zusammenbauen. Reykjavík? Check. Westfjorde? Vielleicht. Hochland? Unbedingt. Und plötzlich fühlt sich dieses ziemlich große, wilde Land ein bisschen weniger überwältigend an. Und: Der Reiseführer ist extrem hilfreich, um die eigene Bildschirmzeit deutlich zu reduzieren, gerade im Urlaub.
Mit 144 Seiten ist das Buch außerdem kompakt genug, dass man es auch vor Ort easy überallhin mitnehmen kann. Dazu gibt es über 200 Fotos und Informationen zu den verschiedenen Regionen sowie praktische Hinweise für die Reise. Die Ausgabe wurde für 2026/2027 aktualisiert.
Vielleicht ist das am Ende ohnehin die beste Art, Island zu planen: genug wissen, um nicht komplett planlos loszufahren. Aber noch genug offenlassen, damit unterwegs Dinge passieren können, die auf keiner Liste standen.
Denn bei einem Land wie Island wäre es irgendwie schade, schon vorher alles abzuhaken.
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