Catherine Hazotte

Good Read. Kids Edition: Harrys Heul-o-Ween. Bloß keine Panik!

Good Read. Kids Edition: Harrys Heul-o-Ween. Bloß keine Panik!

Halloween auf dem Land. Kürbisfelder, Vogelscheuchen, raschelnde Blätter. Klingt erstmal ziemlich idyllisch. Für Harry allerdings eher nach: Was zur Hölle ist das hier?

Der Familienhund kennt seine Stadt. Jeden Geruch, jeden Weg, jede Ecke. Sein Revier eben. Und dann geht es plötzlich zu den Großeltern aufs Land – ausgerechnet kurz vor Halloween. Alles riecht anders, sieht anders aus und fühlt sich ein bisschen suspekt an. Verständlich. Wer mag schon Veränderungen, wenn man gerade sehr zufrieden mit seinem gewohnten Revier ist?

In Harrys Heul-o-Ween erzählt E. G. Keller die Geschichte aus Hundeperspektive und macht aus Harrys Unsicherheit kein großes Drama. Eher ein ziemlich charmantes Abenteuer. Zwischen Kürbissen und Vogelscheuchen muss Harry erst einmal herausfinden, dass nicht alles, was fremd aussieht, automatisch gruselig ist.

Zum Glück gibt es Winnie, die Katze. Freundin, Ruhepol und offenbar deutlich entspannter, wenn es darum geht, neue Dinge auszuprobieren. Gemeinsam entdecken die beiden, dass Halloween auf dem Land vielleicht doch gar nicht so übel ist.

Und dann sind da natürlich noch die Bilder. Herbststimmung, Kürbisse, ein bisschen Grusel und ein Harry, dem man seine Skepsis ziemlich gut ansehen kann. Besonders schön: Das Buch versucht gar nicht erst, Halloween möglichst schaurig zu machen. Hier darf es rascheln und knistern, ohne dass gleich ein Monster aus dem Gebüsch springt.

Für kleine Gruselfans, die lieber mit einem Fuß unter der Decke bleiben – und für alle Hunde, die bei jedem neuen Geräusch erstmal sehr genau wissen wollen, was hier eigentlich los ist.

Harrys Heul-o-Ween. E. G. Keller. 40 Seiten mit farbigen Abbildungen. Ab 4 Jahren. Erschienen bei Knesebeck.

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