Ich war immer eher Team Sticker-aufheben.
Nicht, weil ich keine Sticker mag. Im Gegenteil. Genau deshalb. Man hebt sie auf für „etwas Besonderes“, klebt sie dann jahrelang nirgendwohin und irgendwann liegen sie in einer Lade neben alten Postkarten, drei einzelnen Knöpfen und einem Kugelschreiber, der sicher nicht mehr schreibt.
I Love to Bloom – Sticker-Liebe macht es einem da nicht unbedingt leichter. Über 800 Sticker. Blumen, Blätter, kleine Deko-Elemente, Glanz-Effekt. Also genug Material, um kurz sehr ernst über die Gestaltung eines ganz normalen Briefumschlags nachzudenken.
Die Motive sind floral und verspielt, aber nicht zu kindlich. Eher so, dass sie auf einem Notizbuch genauso funktionieren wie auf einer Karte, einem Geschenk, im Kalender oder auf dieser einen Seite, die plötzlich aussehen soll, als wäre man eine Person mit sehr hübsch sortiertem Alltag. Sind wir nicht. Aber für fünf Minuten sieht es so aus.
Schön ist auch, dass es kein Bastelprojekt mit Anlauf braucht. Kein Ausschneiden, kein Kleber, kein „ich bereite schnell etwas vor“ und dreißig Minuten später ist der Tisch voll. Man schlägt das Buch auf, sucht sich einen Sticker aus, klebt ihn irgendwohin und fertig. Kleine Sache. Macht trotzdem etwas mit der Stimmung.
Natürlich könnte man die Sticker auch wieder nur anschauen und für irgendwann aufheben. Sehr realistische Option. Aber eigentlich sind sie dafür zu schade, oder besser gesagt: Genau dafür da, verwendet zu werden.
Für kleine Nachrichten, Schulhefte, Tagebücher, Geschenke oder einfach diese Momente, in denen ein bisschen Glanz wirklich nicht schadet.
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