Brutalist Korea

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Brutalismus ist für mich keine Frage von mögen oder nicht mögen. Ich liebe diese Architektur. Diese Klarheit, diese Wucht, dieses kompromisslose Arbeiten mit Beton und Raum. Letztes Jahr bin ich sogar nach Tiflis in Georgien geflogen, weil mich genau diese Bauten dort so faszinieren.

Brutalist Korea trifft genau auf diesen Nerv bei mir.

Das Buch versammelt über 200 Fotografien von Brutalismus in Südkorea. Universitäten, Wohnanlagen, Kulturhäuser, Verwaltungsbauten. Orte, die nicht nur gebaut wurden, um schön zu sein, sondern um da zu sein. Stabil, funktional, präsent.

Licht wandert über rohe Betonflächen. Schatten machen Strukturen weich. Wie Pflanzen sich in Fassaden einschreiben. Wie diese Architektur mit der Zeit arbeitet, statt gegen sie.

Brutalismus ist nie statisch. Er verändert sich mit Wetter, mit Tageszeit, mit Nutzung. Und dieses Buch schafft es, genau diese Ebenen sichtbar zu machen.

Die über 200 Fotografien von Paul Tulett sind dabei mehr als Dokumentation. Sie beobachten. Sie zeigen, wie Gebäude altern, wie sie sich in Landschaften setzen, wie sie mit ihrer Umgebung in Dialog treten. Manchmal monumental, manchmal überraschend ruhig, fast poetisch.

Spannend ist auch der historische Kontext, der immer mitschwingt. Viele dieser Bauten entstanden in einer Phase des Aufbruchs und schnellen Wandels in Südkorea. Architektur als Statement, als Haltung, als Versuch, Zukunft sichtbar zu machen.

Ein Buch für alle, die Brutalismus lieben. Und für alle, die sich gerne von Architektur wirklich berühren lassen.

Brutalist Korea. Paul Tulett. 240 Seiten mit farbigen Abbildungen. Erschienen bei Prestel.

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