Manchmal reicht ein umgedrehter Stein. Oder eine Pfütze. Ein Blatt. Ein Ahornsamen, der plötzlich durch die Luft segelt, als hätte er irgendwo heimlich Flugstunden genommen. Und schon stehen da fünf neue Fragen im Raum, auf die man bitte SOFORT eine Antwort haben soll.
Kinderleichte Experimente für draußen von Christine Sinnwell-Backes und Timo Backes setzt genau dort an. Nicht mit Labor-Kittel-Gefühl, nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit kleinen Experimenten, die draußen anfangen dürfen. Im Garten, im Park, am Wegesrand. Also genau dort, wo Kinder sowieso ständig stehen bleiben, etwas aufheben und fragen: „Was ist das?“
Es geht um Wasserlupen, Ahornsamen, Schnee, Kastanien, Wetter und andere kleine Alltagsphänomene, die man viel zu oft übersieht. Die Experimente sind klar erklärt und brauchen meistens Dinge, die ohnehin irgendwo herumliegen. Wasser, Gläser, Papier, Blätter. Hurra, für Eltern bedeutet das: Kein Großeinkauf, keine Materialschlacht.
Die Schritte sind übersichtlich dargestellt, die Erklärungen bleiben kindgerecht und trotzdem nicht beliebig. Man probiert etwas aus, schaut genauer hin und versteht danach ein bisschen mehr. Oder hat zumindest drei neue Fragen.
Für mich ist das weniger ein klassisches Experimentierbuch als eine kleine Erinnerung daran, draußen wieder genauer hinzusehen. Kinder können das meistens eh besser als wir. Wir Erwachsenen brauchen manchmal nur einen freundlichen Schubs. Oder eben ein Buch.
.affiliate links.



