Leonard muss auf Reisen. Für einen Traktor ist das eine ziemlich große Sache. Normalerweise kennt man seinen Hof, seine Wege, seine Felder. Plötzlich steht man auf einem Tieflader, fährt über die Autobahn und soll woanders aushelfen. Kann man machen, ist aber natürlich sehr aufregend.
Auf einem Lavendelhof ist kurz vor der Ernte ein Traktor ausgefallen. Also macht sich Leonard auf den Weg. Raus aus dem gewohnten Alltag, rein in fremde Felder, neue Gerüche und ziemlich viel Lila.
Das klingt nach Arbeit. Ist es auch. Aber eben auch nach Abenteuer. Leonard lernt einen neuen Hof kennen, trifft andere Fahrzeuge und muss sich erst einmal zurechtfinden. Nicht alles läuft glatt, eh klar. Sonst wäre es ja auch nur ein Traktor mit Navi.
Was die Leonard-Bücher so angenehm macht: Fahrzeuge sind hier nicht einfach nur Fahrzeuge. Sie haben kleine Sorgen, Aufgaben und manchmal auch ein bisschen Lampenfieber. Kinder bekommen also Traktor, Tieflader und Ernte – aber daneben geht es auch um Veränderung, Mut und darum, an einem neuen Ort den eigenen Platz zu finden.
Für kleine Fahrzeugfans ist Leonard vermutlich ohnehin eine sichere Sache. Und für alle anderen eine freundliche Erinnerung daran, dass Neues aufregend sein darf.
Manchmal muss man eben erst vom Hof runter, um zu merken, was man alles kann. Sogar als Traktor.



