Ende Oktober sind Fledermäuse plötzlich überall. In Schaufenstern, auf Kürbissen, in Kinderzeichnungen. Genau deshalb passt Flapp lernt fliegen jetzt besonders gut.
In diesem Bilderbuch geht es nicht um Grusel, sondern um Mut. Flapp hängt – wie alle anderen Fledermäuse – kopfüber am Ast. Er weiß, dass er fliegen sollte. Aber er traut sich nicht.
Dieses Zögern ist sehr nachvollziehbar erzählt. Kein großes Drama, kein Pathos. Nur dieses innere Ringen zwischen Wunsch und Angst.
Seine beste Freundin Motte glaubt an ihn. Und als ein Sturm aufzieht, wird aus dem „Irgendwann“ ein „Jetzt“. Flapp muss loslassen.
Was ich an dem Buch schätze: Es nutzt die Nachtstimmung, ohne düster zu sein. Viel Blau, weiches Licht, ruhige Szenen. Die Fledermäuse wirken freundlich, nicht unheimlich. Gerade rund um Halloween ist das eine schöne Alternative zu all dem lauten Grusel-Content.
Mit 32 Seiten ist es ein klassisches Vorlesebuch ab 4 Jahren – ideal für Gespräche über Mut, Selbstvertrauen und diesen Moment, in dem man etwas zum ersten Mal wagt.
Ein Herbstbuch, das nicht erschreckt, sondern stärkt.
Flapp lernt fliegen. Lu Fraser, Sarah Warburton und Maria Höck. 32 Seiten. Ab 4 Jahren. Erschienen bei Thienemann.
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