Samstag ist super. Sonntag auch.
Blöd nur, wenn der eine nur samstags Zeit hat und der andere nur sonntags. Erwachsene würden jetzt vermutlich Kalender zücken, Termine verschieben und irgendetwas mit „nächste Woche vielleicht“ sagen. Lora und Finn machen es besser: Sie treffen sich einfach am Somstag.
Richtig gelesen: Somstag.
Wundersame Wochentage – Am Somstag fängt das Abenteuer an nimmt diese kleine Verdrehung und baut daraus gleich eine ganze Welt. Eine, in der es geheime Wochentage gibt, Honigbonbon-Wiesen, Drachen und eine zauberhafte Immerfroh, deren Rätsel gelöst werden muss. Also alles ganz normal. Zumindest für Kinder, die sowieso längst wissen, dass zwischen Montag und Dienstag wahrscheinlich noch irgendetwas versteckt sein könnte, wenn man nur genau genug hinschaut.
Nini Pfefferkorn erzählt das als fantasievolle Vorlesegeschichte, die nicht nur mit den Wochentagen spielt, sondern auch mit diesem schönen Gedanken: Was wäre, wenn Zeit nicht immer so streng wäre, wie Erwachsene tun? Wenn man sich Tage einfach ein bisschen zurechtrücken könnte? Sehr verständlicher Wunsch, ehrlich gesagt.
Die Illustrationen von Caroline Opheys machen daraus eine bunte, freundliche Welt, in der man sich schnell zurechtfindet, obwohl eigentlich alles ein bisschen verrutscht ist. Genau das passt. Denn das Buch lebt davon, dass bekannte Dinge plötzlich anders heißen, anders funktionieren und dadurch wieder spannend werden.
Für mich ist das ein Vorlesebuch für Kinder, die gerne fragen: „Und was wäre, wenn…?“
Und für Erwachsene, die vielleicht kurz so tun, als hätten sie auf diese Frage eine vernünftige Antwort.
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