Mario, Peach & Co. sind zurück – und diesmal größer, schöner und freier als je zuvor. Mario Kart World ist das erste komplett neue Spiel der Reihe seit über zehn Jahren. Und das merkt man schon in den ersten Minuten. Auf der neuen Nintendo Switch 2 erstrahlt die Welt in Farben, die fast schon zu schön sind, um wahr zu sein. Alles bewegt sich flüssig, die Strecken sind voller kleiner Details, und selbst bekannte Figuren wirken, als hätte man sie gerade erst richtig kennengelernt.
Was sofort auffällt: Das Fahrgefühl ist vertraut. Es ist dieses typische Mario-Kart-Gefühl – direkt, präzise, ein bisschen frech. Nur dass sich diesmal einiges verändern lässt. Der neue Drift fühlt sich zunächst etwas anders an, wird aber schnell zur zweiten Natur. Dazu kommen kleine Spielereien wie das Wandsurfen oder das Grinden auf Schienen, die Raum für kreative Abkürzungen schaffen und in Online-Rennen wohl bald heiß diskutiert werden.
Die größte Neuerung ist die offene Welt. Statt Rennen nacheinander zu wählen, fährt man durch eine zusammenhängende Karte, von der aus sich Strecken und Abenteuer entdecken lassen. Das hat etwas Entspannendes – durch Wälder, Wüsten und futuristische Städte zu fahren, fühlt sich fast schon meditativ an. Nur manchmal wünscht man sich den direkten Zugang früherer Teile zurück, wenn der Weg zum nächsten Rennen etwas zu lang wird.
Beim Soundtrack hat Nintendo wie immer ein gutes Gespür bewiesen. Über zweihundert neue Musikstücke begleiten die Rennen, jedes anders, jedes mit einer eigenen Atmosphäre. Das neue Rainbow Road ist dabei ein echtes Highlight – visuell wie musikalisch ein kleines Meisterwerk.
Besonders schön bleibt das gemeinsame Spielen. Zu viert auf der Couch, laut lachend, wütend auf die Blaue Panzer – daran ändert sich zum Glück nichts. Der Online-Modus läuft stabil, der neue Knockout-Modus bringt frische Dynamik. Nur das Freischalten neuer Charaktere wirkt diesmal etwas zufällig, was schade ist, weil viele Designs wirklich gelungen sind.
Am Ende ist Mario Kart World keine Revolution, sondern eine kluge Weiterentwicklung. Die offene Welt bringt neue Ideen, das klassische Fahrgefühl bleibt erhalten, und die Mischung aus Nostalgie und Neugier funktioniert überraschend gut. Man merkt, wie viel Liebe in jedem Detail steckt.
Es ist immer noch dieses Spiel, das man „nur kurz“ anmacht – und zwei Stunden später feststellt, dass man wieder in einer bunten, wilden, wunderbar absurden Welt gelandet ist.
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